Verein „Zukunft Lindenhof“ will aus einem Erbe mit schwerer Geschichte einen Ort des guten Lebens – „a Place of Love“ – schaffen

Der Lindenhof in Eggenburg war 125 Jahre lang ein Kinder- und Jugendheim der Stadt Wien und wurde in den Medien als letztes „Horrorheim“ Österreichs bekannt. Ein Ort, an dem Kinder Dinge erlebt haben, die nie hätten passieren dürfen.

2013 wurde er geschlossen. Seitdem steht das vier Hektar große Areal mit sechs
denkmalgeschützten Gründerzeitpavillons leer. Im Juni 2026 soll es verkauft werden.


Der Verein „Zukunft Lindenhof“ wurde im April 2025 zur Bewahrung, Erhaltung und dem gemeinsamen Erwerb für die ÖƯentlichkeit und langfristigen Nutzen des historischen Areals gegründet. Seither entstand ein Entwicklungskonzept für ein gemeinschaftlich orientiertes Quartier: Gesundheit, Wohnen, Kultur, Begegnung. Offen für alle.


Der Verein ist weder ein „Immobilienverein“ noch ein „Kunst- und Kulturverein“ — wir sind unabhängige Persönlichkeiten mit unterschiedlichen beruflichen und persönlichen Hintergründen, die eine klare Haltung zu Themen wie Flächenrecycling, Solidarität, Gemeinschaft, Umweltschutz, Klimaschutz, Mehrgenerationen-Kultur, Gerechtigkeit, Inklusion, Integration, Ehrlichkeit, Tradition und Wandel haben. Gemeinsam wollen wir unsere Gemeinde Eggenburg positiv mitgestalten.


Gründungsgeschichte — oder: Ein Lied, das alles in Bewegung setzte
Was Gründungsmitglied Architektin Elisabeth Schuh dazu brachte, nicht einfach geschehen zu lassen, war ein Lied: „Dornenkranz“ — geschrieben und gesungen von der österreichischen Sängerin und Poetin, Elisabeths Freundin Anja Thaler. Dieser Song traf sie so tief, dass sie 2024 begann, das Undenkbare zu denken: diesen Ort zurückzuholen — für die Menschen der Region, und auch für jene, die in unserer Gesellschaft oft übersehen werden.


Seither begleitet Musik jeden Schritt des Projekts. Den Kick-off, die Dialogveranstaltung, die Präsentationen des Entwicklungskonzepts. Denn manche Wahrheiten — über Leerstand, Vergessen, Mut, Gemeinschaft, Angst, Gewalt, Solidarität, Unrecht und Recht, Wandel und Wiedergutmachung — berühren die Herzen der Menschen und rütteln wach in eine Art und
Weise, wo Worte allein wohl kaum ausreichen.


Für die Umsetzungsphase, die hoffentlich nach einem erfolgreichen Bieterverfahren im Juni 2026 beginnt, hat der Verein bewusst dieses Lied gewählt: Rise Like A Phoenix von Conchita Wurst.

Vom Horrorheim zu einem Ort des guten Lebens – „a Place of Love“. Das ist unser Plan.


Wir benötigen für die Bietergemeinschaft noch weitere Investor:innen und erhoffen uns durch diesen Ö3 Vereins-Wettbewerb noch mehr Öffentlichkeit, die uns unterstützt und der Umsetzungsphase näherbringen wird. Wer diesen Weg mittragen und Verantwortung übernehmen möchte, ist sehr gerne eingeladen, mit uns Kontakt aufzunehmen.


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